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Tierbeobachtung

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Der wohl berühmteste Nationalpark Costa Ricas – der Manuel Antonio Nationalpark – bietet dir Tierbegegnungen hautnah. Affen, die direkt vor dir süße Früchte naschen und riesige Leguane, die sich auf Ästen sonnen, warten auf dich. In keinem anderen Nationalpark Costa Ricas sind wir den Tieren so nah gekommen. Dies liegt wahrscheinlich auch an der großen Besucherzahl des Nationalparks. Die Tiere sind einfach sehr gut an die Menschen gewöhnt. Dies sorgt natürlich für unglaubliche Fotosituationen und besondere Begegnungen. Auch die Landschaft des direkt am Pazifik gelegenen Parks bietet wunderschöne Momente. 

In diesem Beitrag möchte ich dir die wichtigsten Informationen für deinen Besuch des Manuel Antonio Nationalparks an die Hand geben und dich auf unseren Tag im Park mitnehmen. Zudem findest du meine besten Tipps für Restaurants und Hotels in den Ausganspunkten für deinen Besuch, Quepos und Manuel Antonio. 

8 Tipps für bessere Wildlife Fotos
Frecher Panama-Kapuzineraffe

Anreise in den Manuel Antonio Nationalpark

Der Manuel Antonio Nationalpark war unser erster Stopp in Costa Rica. Wir sind also direkt von San Jose angereist. Hotels gibt es direkt in Manuel Antonio und in Quepos. Wir haben uns für Quepos entschieden und es nicht bereut. Manuel Antonio ist sehr touristisch und bietet noch viele andere Aktivitäten – wie Seilbahnen und Ziplines. In Quepos hatten wir wenigstens noch etwas das Gefühl, in einer „normalen“ Stadt zu sein. Zudem hat uns die Lage direkt am Meer sehr gut gefallen.  

Wenn du nach Shuttles suchst, wird online meist entweder Manuel Antonio oder Quepos vorgeschlagen. Sei nicht besorgt, für den Shuttle ist es egal, wo du dein Hotel wählst. Es wird alles als ein Gebiet angesehen. 

Von Quepos führt eine Straße direkt nach Manuel Antonio und zum Nationalpark. Zum Nationalpark kommst du am besten mit dem Bus. So ersparst du dir die Parkplatzsuche und die Gebühren. Der Bus fährt alle 30 Minuten und du kannst ihn einfach überall an der Straße anhalten und auch wieder aussteigen. Unsere Unterkunft lag etwas oberhalb von Quepos direkt an dieser Straße und wir sind direkt dort eingestiegen, das war sehr praktisch. Der Nationalpark ist die letzte Station. Weiter geht die Straße auch gar nicht. Der Bus dreht dort um, und fährt wieder zurück nach Quepos. Tickets kannst du direkt im Bus kaufen.

 

Wichtige Informationen zu deinem Besuch im Manuel Antonio Nationalpark

Für den Nationalpark musst du vorab online Tickets reservieren. Am besten machst du das einige Wochen im Voraus, da der Park sehr stark besucht ist. Bei der Buchung musst du einen Zeitslot auswählen. Du kannst dann auch nur zu dieser Uhrzeit in den Park. Wir haben den ersten Zeitslot gewählt und gehofft, dass wir so den meisten Touristen aus dem Weg gehen. 

Stell dich vor Ort auf eine lange Warteschlange vor den Toren des Parks ein. Während der Wartezeit werden dir immer wieder Getränke angeboten und du kommst an einigen Souvenirshops vorbei. 

Wir hatten irgendwo gelesen, dass man kein Wasser mit in den Park nehmen darf. Das stimmt nicht. Es wurde nicht kontrolliert und viele Leute sind auch mit Flaschen in der Hand in den Park gegangen. 

Vor dem Park warten jede Menge Guides auf dich. Du kannst sie dort direkt arrangieren. Wir haben darauf verzichtet und den Park selbst erkundet. Vielleicht hätten wir mit einem Guide mehr Tiere gesehen. Aber auch ohne Guide konnten wir viel selbst entdecken beziehungsweise wurden wir meist durch Gruppen mit Guides auf die Tiere aufmerksam. 

Reisebericht: Ein Tag im Manuel Antonio Nationalpark

Wir haben einen vollen Tag im Nationalpark verbracht. Im Folgenden möchte ich dir Einblicke in diesen wundervollen Tag geben.

Direkt nach dem Frühstück ging es los. Der erste Nationalpark in Costa Rica wartete auf uns. Die Tickets hatten wir schon vor Wochen online gebucht. Direkt vor unserer Unterkunft in Quepos sprangen wir in den Bus und ließen uns die kurvenreiche nach Manuel Antonio kutschieren. Wir waren etwas unsicher, wo wir aussteigen sollten. Aber als die Straße aufhörte und der Bus wendete, wussten wir, dass wir wohl da sind. Auf der einen Seite wartete ein quirliger Strand auf uns. Auf der anderen Seite pilgerten schon einige Touristen durch eine von Souvenirständen gesäumte Gasse. Dort mussten wir wohl auch hin. Als uns die Gasse wieder ausspuckte, sahen wir schon eine ziemlich lange Schlange. Das war dann wohl die berüchtigte Warteschlange für den Park. Zu unserm Glück, brannte weder die Sonne erbarmungslos vom Himmel, noch öffneten die Wolken ihre Tore. So war die Wartezeit von etwa 20 Minuten halb so schlimm und wir waren schon ganz gespannt, was uns erwartete. 

Nachdem wir die Tickets vorgezeigt hatten, stapften wir los in den Wald. Der Weg war sehr breit. Es dauerte nicht lange, da machte eine Gruppe mit einem Guide auf sich aufmerksam. Sie zeigten uns einen winzigen Frosch am Wegesrand. Diesen hätten wir alleine wohl nie entdeckt. Unsere erste Tierbegegnung in Costa Rica machte Lust auf mehr. Und so setzten wir unseren Weg fort. 

Frosch Manuel Antonio Nationalpark

Begleitet von einigen Reisegruppen, wollte nicht so wirkliches Wildnis Feeling aufkommen. Der Vorteil war, dass ständig irgendjemand Wildtiere entdeckte. So stand ein Mann am Wegesrand und fotografierte ein Blatt. Da ist bestimmt etwas, dachte ich. Nachdem der Mann wohl sein Foto geschossen hatte, machte ich mich auf die Suche und wurde erst nicht fündig. Doch dann entdeckte ich etwas im Blatt. Ein Insekt – ich nehme an eine Heuschrecke – verkroch sich in dem frischen, noch zusammengerollten Blatt. 

Wir entdeckten eine Abzweigung vom Weg und entschieden uns diesen kleinen Nebenpfad zu wählen. Dort war es etwas ruhiger. Der etwas erhöhte Holzpfad führte über matschigen Boden durch dichtes Geäst. Zwischen den Bäumen entdeckten wir unzählige bunte Halloweenkrabben. 

Reisebericht Manuel Antonio Nationalpark Halloween Krabbe
Reisebericht Manuel Antonio Nationalpark

Nach einiger Zeit auf dem schönen Pfad erblickte ich im Augenwinkel plötzlich etwas Fliegendes. Ein blaues Blatt oder eine Blume? Nein! Es war ein riesiger, blauer Schmetterling. Wunderschön, aber leider auch sehr schnell wieder weg. Ich war fasziniert vom Anblick des blauen Morphosfalter. Der schmale Weg führte schließlich wieder auf den Hauptweg und es wurde quirliger. Wir entdeckten einen Kiosk, Kinder mit Pommes und viele Menschen in Badekleidung. Wir waren in der Nähe des Strandes angekommen. Am Strand entdeckten wir viele Gruppen, die ihren Blick auf einen Baum gerichtet hatten. Wir suchten und suchten, was sich dort versteckte. Nach einiger Zeit erspähten wir das Faultier. Die Tiere sind mit ihrem zotteligen, grün-braunen Fell wirklich gut getarnt. 

8 Tipps für bessere Wildlife Fotos

Nach einiger Zeit machte sich das Faultier in seiner gemächlichen Geschwindigkeit davon und verschwand im Dickicht. Wir beschlossen weiterzugehen. Die nächste Tierbegegnung ließ nicht lange auf sich warten. Kaum einen Meter von uns entfernt, sonnten sich zwei Leguane auf dicken Ästen.

Reisebericht Manuel Antonio Nationalpark
Reisebericht Manuel Antonio Nationalpark

Wir folgten dem Weg vom Strand weiter hinein in den Regenwald. Schon nach einigen Schritten warteten die nächsten Tiere auf uns. Wir konnten es gar nicht glauben. Eine Armlänge von uns entfernt konnten wir Panama-Kapuzineraffen beim Mittagessen beobachten. Es war wirklich eine faszinierende Begegnung, wie die kleinen Äffchen mit ihren spitzen Zähnen die Früchte verschlungen. 

Reisebericht Manuel Antonio Nationalpark
Die süßen Früchte müssen sich verdient werden
Reisebericht Manuel Antonio Nationalpark
Wie esse ich das jetzt am besten?
Reisebericht Manuel Antonio Nationalpark
Ich beiß einfach mal rein
Reisebericht Manuel Antonio Nationalpark
Wer hat hier wohl genascht?
Reisebericht Manuel Antonio Nationalpark
Zeit für Mittagschlaf

Nach einer ausgiebigen Fotosession mit den Affen brachen wir auf. Der Weg schlängelte sich immer weiter hinein in den Wald. Es ging bergauf und bergab. Über Geäst und angelegte Treppen. Auf diesem Teil des Weges begegneten wir nicht mehr ganz so vielen Touristen. Umso mehr wir uns vom Strand entfernten, umso weniger Menschen begegneten uns. Die meisten kamen anscheinend nur, um den vorderen Teil und den Strand des Nationalparks zu besuchen. Ein ebenfalls aus Deutschland kommendes Pärchen machte uns auf ein kleines Nagetier im Busch aufmerksam – ein Agutis knabberte an ihrem Snack. 

Wir folgten dem Weg weiter durch den dichten Regenwald. An einem wenig besuchten Strand machten wir Pause und folgten dem Rundweg wieder zurück zum Hauptstrand des Manuel Antonio Nationalparks. Auf dem Weg zum Haupteingang begegneten wir nochmal einer Kapuzineraffenfamilie.

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Reisebericht Manuel Antonio Nationalpark

Fazit zum Manuel Antonio Nationalpark

Ich blicke gemischt auf den Besuch im Manuel Antonio Nationalpark zurück. Auf der einen Seite war es der touristischte Park, den wir während unseren 4 Wochen Costa Rica besucht haben. Auch landschaftlich und atmosphärisch ist es nichts Besonderes. Es gleicht eher einer Freizeitanlage für Touristen und Einheimische. Richtige Wildnis und Urwald Gefühle kam nicht auf.

Auf der anderen Seite kamen wir den Tieren dort so nah wie in keinem anderen Nationalpark Costa Ricas. Kapuzineraffen und Leguane, nur eine Armlänge von einem entfernt, gibt es wohl nur dort. Das Teleobjektiv war schon fast überflüssig. Auch die Anzahl der Tiere konnte auf jeden Fall mit anderen Parks mithalten. 

Wer also einen Park mit guter Infrastruktur, einfacher Anreise und dennoch hoher Tierdichte besuchen möchte, ist im Manuel Antonio Nationalpark genau richtig. Zudem ist der Teil bis zum Strand auch gut mit einem Kinderwagen befahrbar und somit perfekt für Familien geeignet. Einsamkeit, Wildnis und Abenteuer wirst du dort jedoch nicht finden. 

Aufgrund der oftmals geringen Entfernungen zu den Tieren lohnt sich der Park auch für alle Fotografie begeisterten, die richtig gute Wildlife Fotos machen wollen. Im Vergleich zu anderen Parks waren die Lichtverhältnisse besser, da der Bewuchs weniger dicht war. 

So viel Zeit solltest du für den Manuel Antonio Nationalpark einplanen

Wir haben einen vollen Tag im Manuel Antonio Nationalpark verbracht. Für uns war es ausreichend, um den Großteil des Parks zu besuchen. 

Meine Restaurant-Tipps für Quepos

Ich kann besonders das Restaurant De La Finca empfehlen. Dort gibt es tolle Fischburger und frische Gerichte mit Avocado und Mango. Der Besitzer ist sehr freundlich. Wir waren zweimal dort, weil es uns so überzeugt hat. Probiere unbedingt die frischen Säfte, die sind super. 

Auch zu empfehlen ist das Bahia Azul Restaurant, direkt an der Promenade in Quepos. Das Casado war wirklich lecker und die entspannte Atmospähre ist einfach toll. Du kannst direkt vom halboffenen Restaurant das Meer und die Fischer beobachten. Bestimmt auch sehr schön, um den Sonnenuntergang zu genießen. 

Schau auf jeden Fall mal bei der Bäckerei am Busbahnhof vorbei. Dort gibt es riesige Backwaren, für einen günstigen Preis. Wir haben uns dort für die Fahrt nach Monteverde eingedeckt. Sehr lecker! 

Unterkunft Empfehlung für Quepos / Manuel Antonio

Wir haben 2 Nächte in einer der Villas Ensueno verbracht und können diese Airbnb wärmstens weiterempfehlen. Die Unterkunft besteht aus mehreren kleinen Hütten im Grünen, die am Hang oberhalb von Quepos liegen. Die Hüttchen gehören zur Manuel Antonio Surf Scool von Jessica und Randall und befinden sich an der Straße von Quepos nach Manuel Antonio. Die Hütten liegen weit auseinander und so hast du viel Privatsphäre und Ruhe. Du kannst direkt an der Surfschule den Bus zum Nationalpark anhalten. Das war sehr praktisch. Das Frühstück wurde jeden Morgen frisch für uns zubereitet und war sehr lecker. Die Aussicht auf Quepos und den Wald ist toll. Wir konnten Tukane und Aras direkt von unserer Terrasse beobachten. Wir waren an Silvester dort und konnten so auch die Feuerwerke, die in Quepos gezündet wurden, vom Bett aus beobachten. Um Supermärkte und Restaurants zu besuchen, musst du zu Fuß der Straße nach unten folgen. Das ist bei Nacht nicht ratsam, da die Straße nicht beleuchtet ist und es kein Gehweg gibt. Das war für uns ein kleiner Minuspunkt. Wir haben immer darauf geachtet, frühzeitig essen zu gehen, um dann wieder rechtzeitig in der Unterkunft zu sein. Zur Not kannst du dir aber auch ein Taxi holen, oder mit Bus fahren. 

Auf dem Weg vom Corcovado Nationalpark nach Monteverde, haben wir eine weitere Nacht in Quepos verbracht, da die Strecke an einem Tag nicht zu schaffen ist. Wir übernachteten im sehr günstigen Wide Mouth Frog Hostel. Für eine Nacht war die Unterkunft völlig in Ordnung. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen waren sehr freundlich. Das Zimmer war etwas laut und im Bad roch es nicht besonders frisch. Der kleine Garten mit dem Pool war perfekt, um ein bisschen zu relaxen und ein paar Dinge zu organisieren. Die Lage des Hotels ist unschlagbar. Mitten in Quepos, nur einen Steinwurf vom Busbahnhof und der Promenade entfernt. Für eine Nacht definitiv zu empfehlen.

Wo?

Auf Moorea in Französisch Polynesien

Time

Wann?

August bis Oktober

Endlich war es so weit. Seit 3 Monaten fieberte ich auf diesen Tag hin. Buckelwale live sehen… und nicht nur vom Boot aus, sondern im Wasser. Und dann saß ich mit anderen aufgeregten (zumindest gehe ich davon aus, ich meine, wie kann man da nicht aufgeregt sein) auf einem kleinen Boot auf dem Weg ins offene Meer. Noch so eine Sache. Ich war noch nie im offenen Meer schwimmen. Immer nur in Strandnähe und konnte den Boden sehen. Wir düsten mit atemberaubendem Blick auf die Insel Moorea Richtung Riffkante. Dort angekommen, begrüßte uns erstmal eine Schildkröte. Und dann waren wir da. Draußen im weiten Meer. Und nun hieß es warten. Warten auf die Wale. Durch ein Unterwassermikrofon können wir sie hören, wenn sie in der Nähe sind. Wobei Nähe relativ ist. Die Gesänge der Buckelwale kann man bis zu 30 Kilometer weit hören. In der Zwischenzeit erzählte unser Guide interessante Dinge über die sanften Riesen, die aufgrund Ihrer Sprünge zu den Akrobaten unter den Großwalen zählen. Und plötzlich erklingt der Gesang eines männlichen Buckelwales aus dem Mikro. Er ist auf der Suche nach einem Weibchen. Wir waren uns einig, dass er sich anhört wie Chubaka. 

Das war für uns das Signal. Schnorchel, Maske und Flossen an und rein ins Wasser. Möglichst sanft und leise – wir wollen den Wal ja nicht verschrecken oder stören. Doch wir hatten kein Glück, der Wal war nicht zu sehen. So ist das mit Wildtierbeobachtungen, man weiß nie, was einen erwartet. Das ist ja auch das aufregende daran. Natur ist immer unberechenbar. Also sind wir mit dem Boot ein bisschen weiter gefahren und haben wieder gewartet. 

Beim nächsten Wassergang sollten wir mehr Glück haben. Unser Guide zeigte uns den Weg und wir schwammen fleißig hinterher. Die Boote dürfen sich bis auf 150 Meter den Walen nähern, das wurde bei unserem Veranstalter auch eingehalten. Dadurch soll verhindert werden, dass die Tiere sich gestört fühlen. Das heißt auch, dass man den restlichen Weg schwimmend zurücklegen muss. Dabei ist wichtig, dass alle hinter dem Guide bleiben und keiner zu Alleingängen ausbricht. Schließlich gibt es neben den Walen auch noch Haie im offenen Meer. Diese schließen sich oft den Grindwalen an, da diese oft zu den Riesenkalmaren abtauchen und sie die Haie quasi zur Beute lotsen. Ein weiterer Grund ist, dass wir die Wale so wenig wie möglich stören möchten. 

Noch war nichts zu sehen. Nur ganz viel blau. Überall nichts. Kein Boden mehr. Nur noch gefühlte Schwerelosigkeit und ein Herzklopfen bis zum Hals. Schon allein dieses Gefühl im offenen, klaren und tiefblauen Nichts zu schwimmen war ein atemberaubendes Gefühl. Und plötzlich tauchte er auf. Zuerst nur ganz leicht zu sehen, dann immer deutlicher. 

Buckelwal im blauen Wasser. Schnorcheln mit Buckelwalen.

Der Buckelwal glitt elegant an uns vorbei. Man würde nie erwarten, dass dieses Tier bis zu 30 Tonnen wiegen kann. Der Wal drehte sich einmal und so schnell er aufgetaucht war, war er auch wieder weg. Was für ein unglaublicher Moment. 

Zurück auf dem Boot waren wir alle sprachlos von dieser unglaublichen Begegnung. Und es sollte nicht die letzte gewesen sein. Wir durften noch ein zweites Mal diesem friedlichen Tier begegnen. Nach einer kurzen Fahrt hörten wir erneut Töne aus dem Mikrofon. Jetzt waren wir schon geübt darin, die Ausrüstung anzulegen und fast lautlos vom Boot in das Wasser zu gleiten. Wieder schwammen wir unserem Guide hinterher. Und dann entdeckten wir den Riesen vor uns im tiefblauen Wasser. Ganz entspannt schwamm er an uns vorbei. Man traut sich kaum zu atmen so umgreifend ist dieses Gefühl. 

Buckelwal Moorea

Nach diesem unvergesslichen Erlebnis war die Gruppe auf dem Boot ganz still. Auf der Rückfahrt zur Insel bekamen wir noch Saft und frisch geschnittene Ananas zur Stärkung serviert. 

6 Fakten über Buckelwale:

            1. Die Einkerbungen und Farbe der Schwanzflosse der Buckelwale sind so individuell wie unser Fingerabdruck – Forscher können die Tiere so identifizieren und ihre Wanderungen dokumentieren.
            2. Ein Buckelwal kann bis zu 15 Meter lang werden. Das ist so lang wie ein Linienbus!
            3. Buckelwale sind echte Schwergewichte, sie können bis zu 30 Tonnen auf die Waage bringen. 
            4. Die weißen Flecken auf ihrem Körper sind Narben, die durch Seepocken entstehen. 
            5. Sie haben mit bis zu 5 m die längsten Flossen im ganzen Tierreich.  
            6. Die Form beim Sprung aus dem Wasser hat der Buckelwal seinen Namen zu verdanken.

Verantwortungsvoller Umgang mit dieser Begegnung

Die Natur ist unsere Lebensgrundlage und unser Zuhause, deshalb müssen wir sie schützen und erhalten. Vor allem bei Begegnungen mit Wildtieren ist deshalb ein respektvoller Umgang Voraussetzung. Wir sind schließlich Gast in Ihrem Lebensraum. Deshalb ist es wichtig, dass man bei der Auswahl von Ausflugsanbietern und Reiseunternehmen immer genau hinsieht und sich vor der Buchung informiert. Das dient am Ende auch dem eigenen Erlebnis. 

Wir haben unsere Tour mit Moorea Ocean Tours gemacht und können es wärmstens weiterempfehlen! Alles war super organisiert und der Guide hatte viel Wissen über die Wale. Er hat uns mehrmals erklärt, wie wir ins Wasser gehen müssen und wie wir uns im Wasser verhalten müssen. Auch der vorgeschriebene Mindestabstand zum Wal wurde sowohl auf dem Boot als auch beim Schnorcheln eingehalten. Wir hatten jederzeit das Gefühl, dass dieser Touranbieter sich seiner Verantwortung bewusst ist und respektvoll mit der Natur umgeht.